Objektive Kriterien, was Antisemitismus ist, in welchen Formen er in Deutschland vorkommt und wie Judenfeindschaft von Israelkritik abzugrenzen ist, sind für eine differenzierte Betrachtung des Phänomens unentbehrlich. In seinem neuen Buch Antisemitismus – Präsenz und Tradition eines Ressentiments fasst der international angesehene Historiker und Antisemitismusforscher Prof. em. Dr. Wolfgang Benz Erkenntnisse aus seiner langjährigen Beschäftigung mit dem langlebigsten Vorurteil der menschlichen Geschichte zusammen.
Das Buch bietet ein Kompendium, das ohne gelehrte Attitüde, aber mit aller wissenschaftlichen Sorgfalt gewonnene Einsichten bündelt. Nach der Vorstellung des Buches und einem Teil zu »Antisemitismus als Aufgabe der historisch-politischen Jugendbildung« soll sich eine Publikumsdiskussion anschließen.
Moderation: Anika Binsch, Arbeitsstelle Holocaustliteratur, Justsus-Liebig-Universität Gießen (JLU)
Wolfgang Benz (*1941) lehrte bis 2011 an der TU Berlin und leitete von 1990 bis 2011 das zugehörige Zentrum für Antisemitismusforschung.
Eine Kooperation der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung, der Arbeitsstelle Holocaustliteratur der JLU Gießen sowie des Literarischen Zentrums Gießen e. V.
(Quelle: Veranstalter)